Sonntag, 14. April 2013

Iguazú - Am Teufelsschlund!

Meine Mama kam mit einer Überaschung zu mir. Ein Trip nach Iquazú. Im Norden des Landes, fast schon in Brasilien rauschen dort - auch jetzt - abertausende Liter Wasser in den Abgrund. Las cataratas de Iguazú. Die Wasserfälle.
Ich war verblüfft. Ich wollte eigentlich nicht dorthin fahren. Trotz der angenehmen Nähe zu Brasilien. Chile, Bolivien, Uruguay und Peru. Meine vier Ziele für meine jeweils vier Zwangausreisen standen fest. Brasilien, so schön es auch sein mag, stand nicht auf der Liste. Letztendlich war ich nicht mal in Brasilien, aber zumindest bei den Wasserfällen. Eine Freundin von mir fragte mich kurze Zeit bevor meine Mutter kam, ob ich nicht hinfahren wolle. Ich verneinte. Sie hoffte, mich noch überreden zu können. Zwei Tage später schaute sie etwas grimmig, als ich ihr sagte, dass ich hinfahren werde. Oops.

Ich musste also schnell einen Flug buchen. Natürlich will Argentinien mehr Geld von einem, wenn man kein Argentinier ist. Dementsprechend war ich enttäuscht, als der Fluganbieter mir einen göttlichen Preis anbot, am Ende aber sagte, "Sorry lieber Kunde: Kein Argentinier, Kein Flug". Also musste ich über einen internationalen Anbieter buchen und saß im dennoch im Flieger der argentinischen Linie. Dazu sag ich einfach mal nichts mehr.

Am Flughafen in Buenos Aires hieß es dann, dass der Flieger eine halbe Stunde später käme. Kein Problem. Imbissstand gesucht, am Río de la Plata gesessen und Papageien gesehen. Nach dem Osterregen, der in Städten des Landes zu Überschwemmungen führte, klarte der Himmel in Buenos Aires auf. In Iguazú jedoch nicht. Dort regnete es als wir ankamen. Und das nicht zu wenig.
Am Flughafen sprach uns ein Fahrservice an. Ein freundlicher Mann namens Elias gab mir seine Karte und bot an, unser Fahrer für das Wochenende zu sein. Ich bin ja schon ein wenig skeptisch geworden, weil man in Argentinien einfach dauernd von Leuten angesprochen wird, die einem entweder was andrehen oder etwas erbetteln möchten. Manche von denen haben dann natürlich keine guten Absichten. Aber Elias war nett und brachte uns ins Hostel.

Und am nächsten Tag direkt in den Park um die Wasserfälle. Wir hatten Glück. Es war strahlender Sonnenschein.
Also auf in den Park. Erste Station: La garganta del diablo. Der Teufelsschlund. Man muss mit einer kleinen Eisenbahn hinfahren. Die höchte Stelle der Wasserfälle und auch schon in Indiana Jones Filmen genutzt. Indiana Jones Yeah!

Man steht also vor diesen riesigen Wasserfällen und kommt sich plötzlich klein vor. "Es hat was von Unendlichkeit", sagte meine Mutter. Recht hat sie.
 




Nach dem Schlund zieht es uns ein wenig weiter abseits zu den kleineren Wasserfällen. Wir spazieren unter tropischen Bäumen. Schmetterlinge sind die Herrscher dieser Gegend. Fliegen und landen überall. Dann sah ich von weitem einen Coati. Ich wusste, dass sie hier leben, aber ich war happy, überhaupt einen zu sehen.
Eine junge Frau lockte einen mit einer Papiertüte. Plötzlich waren es zwei. Dann drei. Einer sprang hoch, hängte sich wie ein Faultier an die Tüte der Frau. Das Plastik riss. Plötzlich schossen aus jedem Winkel mehr heran und auf einmal waren es ein gutes Dutzend.

Und ich war schon froh, nur einen gesehen zu haben. Bis die Horde kam.

Man stellt sich das gerne einfach vor. Läuft herum, schaut sich Wasser an. Fertig. Aber so ist es nicht. Es ist einfach ein tolles Schauspiel und etwas was ich nur empfehlen kann.

Ich hatte dabei die ganze Zeit die Titelmelodie von Jurassic Park im Ohr.










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