Die Katastrophe traf vor allem die Stadt La Plata. Die Flut kam wohl so schnell, dass Menschen in ihren Autos eingeschlossen worden sind. Man musste sich auf Häuserdächer oder Bäume retten.
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| Campora- Mitglieder. Bild: Telam |
Was bleibt nach der Flut? Viele Menschen sind obdachlos, haben vieles, wenn nicht sogar alles verloren. Hilfsorganisationen kommen nicht hinterher, wirken trotz Hilfe, eher hilflos. Die Präsidentin versprach Hilfsgelder in Millionenhöhe und ordnete Staatstrauer an. Spendenaufrufe flimmern durch die Fernseher der Privathaushalte und Bars. Auch der Papst sendete Geld, um den Opfern zu helfen. In den Straßen von Buenos Aires werden mehr oder weniger spontane Flashmobs gestartet, um alles zu Sammeln, was die Menschen für die Betroffenen geben können: Decken, Konserven, Wasserflaschen.
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| Bild von Euronews: http://de.euronews.com/2013/04/03/toedliche-ueberschwemmungen-in-argentinien |
Die Betroffenen selbst sind wütend. Der Gouverneur der Provinz besuchte die Krisenregion, um sich ein Bild zu machen. Er stieß auf wütende Entladungen.
“Jetzt taucht der Gouverneur hier auf. Nachdem wir alle fast ertrunken sind. Er kann zur Hölle fahren! Wir haben alles verloren”, so eine Frau."
In Buenos Aires selbst, starben auch Menschen durch das Unwetter. Eine Million Menschen waren ohne Strom und der Verkehr kam zum Erliegen.
Es entstehen politische Streitereien über die Zahl der Toten. Man wirft sich persönliche Abneigungen vor. So hätte ein Richter die Zahl der Toten aus Abneigung gegen den Gouverneur falsch angegeben.
Politische Jugendgruppen konkurrieren um die Verteilung der Hilfsgüter und schlagen aufeinander ein.
Selbst eine Flutkatastrophe kann die gespaltene Politik des Landes wohl nicht einen. Wo man die helfende Hand reichen sollte, ballt man die Faust.
Ich selbst bin wohlauf und muss gestehen, dass ich nicht viel von der Katastrophe mitbekommen habe. Erst am Mittwochnachmittag, als ich in Montevideo einen Fernsehbericht sah, bin ich darauf aufmerksam geworden. Auch alle meine Freunde bzw. Bekannte sind wohlauf. Ich hoffe, dass das Land diese Situation schnell lösen kann und sie nicht zu sehr als Politische Bühne missbraucht.


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