Montag, 23. September 2013

Stromausfall...

Es ist kalt in Buenos Aires. Es ist Winter. Kein Deutscher Winter, kein Schnee, kein Räumdienst. Aber Wind, Feuchtigkeit und undichte Häuser. Ich habe noch kein Fenster gesehen, dass 100% abgedichtet ist. Selbst Bekannte, die in besseren Gegenden wohnen, klagen über ständigen Zug in der Wohnung.

Mein besten Freunde wurde die Heizung und eine dicke Decke. Und die heiße Dusche.
Dann begannen die Bauarbeiten. Eine komplette Straße wurde neu asphaltiert. Ich kam heim von der Arbeit und es gab keinen Strom. Nicht unnormal in Argentinien. Gerade an heißen Tagen nutzen alle ihre Klimaanlage. Ich wanderte durch meine dunkle Wohnung. Seit Wochen wohnte ich schon alleine. Aus Reflex drückte ich den Lichtschalter in meinem Zimmer. Nichts passierte. Ich zündete Kerzen an und überlegte. Mein Laptop hat eine Akkuladung für ungefähr 90 Minuten. Mein Handy hat weder Guthaben noch Akku. Ich beschließe, erstmal was zu kochen. Dank Gasherd geht dies noch. Ich ging in mein Zimmer. Aus Reflex drückte ich den Lichtschalter in meinem Zimmer. Nichts passierte. Dann aß ich und versuchte, bei Kerzenlicht zu lesen. Ich nutze meine letzten 90 Minuten Akku des Laptops, bis ich dösig wurde. Aus Reflex drückte ich den Lichtschalter in meinem Zimmer. Nichts passierte. Dann schlief ich.
Am nächsten Tag war es dunkel und kalt. Ich fror. Ich ging ins Bad, um zu duschen. Kehrte zurück. Aus Reflex drückte ich den Lichtschalter in meinem Zimmer. Nichts passierte. Verdammt.

Im Büro war es warm und geheizt. Ich kehrte wieder in meine Wohnung zurück. Es gab wieder Strom. Ich war erleichtert. Ich ging ins Bad, um mir die Hände zu waschen. Ich drehte den Wasserhahn auf. Nichts passierte. Echt jetzt?

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen