Dienstag, 16. Oktober 2012

Ein Besuch in Japan


Nach einer Woche des fleißigen Arbeitens ist wieder Wochenende. Das bedeutet für mich, dass ich losziehe und die Stadt entdecke. Aber wo fange ich an? Faul, wie ich bin, google ich erstmal nach Plätzen in der Nähe. Das Busfahren ist für mich mittlerweile fast schon normal geworden. Es wäre jedoch schön, auch mal einen Sitzplatz zu bekommen, aber naja.
In einem Internet-Reiseführer finde ich eine Liste der "Must have seen - Places in Buenos Aires" und freue mich, dass ich auf der Stadttour mit meinem Rostocker Dozenten schon viele davon gesehen habe. Ihr erinnert euch vielleicht, ich landetete letztendlich im Café Tortoni und durfte leider nicht auf den spucken.
Nun picke ich mir was in meiner Nähe aus. Den Japanischen Garten - El jardin japones.
Das klingt doch gut. Japan mag ich leiden und gegen Gärten hab ich auch nichts. Oh! Der Plaza Alemania liegt auch noch auf dem Weg. Klasse! Rucksack schnappen und los!

Das Monument vom Plaza Alemania
Angekommen stutze ich etwas. Vielleicht liegt es auch am Wetter oder ich hab zu viel erwartet, aber der Platz ist nicht wirklich schön. Ein Podest, ein Brunnen und zwei Statuen, die mich nicht wirklich beeindrucken. Ich gehe hinter das Podest und finde was Erfreuliches. Hier sind alle 16 Länderwappen aufgehängt. Auch Schleswig-Holstein und MV. Da kriegt man schon etwas Heimweh.





















Weiter zum Japanischen Garten! Der Eintritt - schön, dass im Internet nirgends was von Eintritt steht - kostet 16 Pesos. Hmm, denk ich, das kann ich mir leisten und geh hinein. Es hat sich gelohnt. Zwar ist dieser Ort nicht unbedingt ein Must-have-seen-place, aber es ist schön durch die fremd wirkende Welt zu gehen. Ein Besuch in Japan.




 
Bonsaibäumchen, zahlreiche kleine Wasserfälle, eine Friedensglocke und ein buddhistischer Tempel stehen erwarten einen hier. In der Mitte des Geländes befindet sich ein See voller Karpfen, die tatsächlich ab und zu aus dem Wasser springen. Los Karpador! Setz Platscher ein!









Im Hintergrund ragen die Wolkenkratzer in den Himmel. Auch auf dem Friedhof von Recoleta fiel mir auf, dass rundherum die Wohnblöcke einen nie vergessen lassen, dass man in einer Großstadt ist. Selbst, wenn man vom platschenden Karpfen umgeben ist oder man vor einem kleinen Wasserfall steht. Der Garten ist laut Broschüre einer der größten seiner Art außerhalb von Japan. 







 

Auch wenn der Garten echt ruhig und schön ist, habe ich mich nach knappen 45 min an allem satt gesehen und verlasse das Gelände. Ich weiß schon, was ich mir als nächstes anschaue und fahre in die Stadt.

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