Freitag, 4. Januar 2013

Rumtreiberfragmente: Clash of the Vermieter

Alte Wohnung


Meine Vermieterin ist keine 30 Jahre alt und eine ansehnliche Frau. Klein, nettes Lächeln, Locken. Schlau ist sie auch. Nicht weil sie studiert, sondern weil sie die Monatmieten doch gerne in Dollar hätte.
Seit der Währungsreform der Präsidentin Kirchner lassen sich Dollar sehr gewinnbringend auf dem Schwarzmarkt verkaufen. Dem argentinischen Peso vertrauen die Menschen nicht mehr. Ebensowenig meine Vermieterin. 500$ will sie pro Monat.

Als ich ankam, musste ich ihr quasi nachlaufen, um ihr die erste Mietzahlung doch bitte geben zu dürfen. Dann kam nichts mehr. Kurz vor Chile, ich packte gerade meine Tasche, steht sie dann in meiner Tür, will beide Monatsmieten für Dezember und November haben. Als hätte ich 1000$ rumliegen. Durch die Hilfe meiner Chefin kriege ich eine organisiert, stehe in dafür der Kreide.

Nun, da ich umziehen wollte, hatte sie Angst übers Ohr gehauen zu werden. Trotz aller Sicherheiten, die ich ihr geben wollte. Sie wurde ganz schön giftig. Dennoch beendete sie entgegen ihrer Wut das Gespräch mit "Beso" ("Kuss"). Mit der Miete hat letztlich alles geklappt. Neue Wohnung, neues Glück.
Dennoch hab ich was daraus gelernt:

Argentinier küssen auch, wenn sie wütend sind.

Neue Wohnung

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